Bei diesem Eis kannst du einige Zutaten problemlos austauschen. Gerade bei den Süßungsmitteln gibt es aber ein paar wichtige Punkte, denn sie beeinflussen nicht nur den Geschmack, sondern auch die Konsistenz des fertigen Eises.
🔄 Birkenzucker (Xylit): Den Birkenzucker in der Eisbasis solltest du nicht 1:1 durch Erythrit ersetzen. Xylit trägt wesentlich dazu bei, den Gefrierpunkt der Masse zu senken und das Eis nach dem Durchfrieren cremiger und besser löffelbar zu halten. Mit Erythrit würde das Eis deutlich härter werden und außerdem kann der typische kühlende Geschmack stärker hervortreten. Wenn du keinen Birkenzucker verwenden möchtest, kannst du stattdessen normalen Zucker einsetzen – dadurch erhöhen sich allerdings die Kalorien.
🔄 Erythrit bzw. Erythrit-Stevia: Die kleineren Mengen Erythrit bzw. Erythrit-Stevia dienen vor allem dazu, zusätzliche Süße zu bringen, ohne die Kalorien stark zu erhöhen. Hier kannst du die Menge deinem persönlichen Süßeempfinden anpassen. Wichtig: Das gilt nicht für die größere Menge Birkenzucker in der Eisbasis – diese hat auch eine technologische Funktion.
🔄 Milch und Cremefine: Statt Milch mit 1,5 % Fett kannst du problemlos Vollmilch verwenden. Auch die Cremefine 19 % lässt sich durch klassisches Schlagobers/Sahne ersetzen. Das Eis wird dadurch reichhaltiger und etwas vollmundiger, gleichzeitig steigen Fettgehalt und Kalorien deutlich. Die leichtere Kombination aus fettarmer Milch und Cremefine ist bewusst gewählt, um eine cremige Konsistenz bei moderatem Kaloriengehalt zu erreichen.
🔄 Inulin: Inulin ist in diesem Rezept nicht nur als Ballaststoff enthalten, sondern verbessert auch das Mundgefühl und gibt der fettärmeren Eisbasis mehr Körper. Wenn du es weglässt, funktioniert das Rezept grundsätzlich trotzdem, das Eis kann jedoch weniger cremig und etwas „dünner“ im Mund wirken. Für das Ergebnis wie im Originalrezept würde ich es daher nicht weglassen.
🔄 Johannisbrotkernmehl: Auch das Johannisbrotkernmehl hat eine wichtige Funktion: Es bindet freies Wasser und unterstützt eine feine, cremige Eisstruktur mit weniger großen Eiskristallen. Gerade bei einem kalorienreduzierten Eis mit weniger Fett ist dieser Effekt besonders hilfreich. Deshalb würde ich die angegebene Menge möglichst beibehalten und nicht einfach ersatzlos streichen.
💡 Wichtig: Bei Eis sind Zucker, Fett und Bindemittel nicht nur Geschmackssache. Sie beeinflussen unmittelbar Gefrierpunkt, Eiskristallbildung und Cremigkeit. Wenn du das besonders cremige Ergebnis des Originalrezepts möchtest, würde ich daher vor allem Birkenzucker, Inulin und Johannisbrotkernmehl unverändert lassen.