❌ Xylit nicht durch Erythrit ersetzen
Xylit ist für die Konsistenz dieses Eises entscheidend. Es senkt den Gefrierpunkt und sorgt dafür, dass das Eis nach dem Einfrieren angenehm cremig und gut löffelbar bleibt. Erythrit verhält sich beim Gefrieren anders, kristallisiert stärker aus und kann dazu führen, dass das Eis sehr hart wird. Deshalb sollte die angegebene Menge Xylit nicht 1:1 durch Erythrit ersetzt werden.
❌ Johannisbrotkernmehl nicht nach Gefühl dosieren
Johannisbrotkernmehl bindet Wasser und reduziert die Bildung von Eiskristallen. Da bereits kleine Mengen eine große Wirkung haben, sollte es möglichst genau mit einer Feinwaage abgewogen werden. Zu wenig verschlechtert die Cremigkeit, zu viel kann das Eis leicht gummiartig wirken lassen.
❌ Inulin nicht weglassen
Inulin sorgt für ein besonders cremiges Mundgefühl und gleicht den geringeren Fettgehalt der Rezeptur aus. Gleichzeitig unterstützt es eine feinere Eisstruktur. Das Rezept funktioniert grundsätzlich auch ohne Inulin, die Konsistenz wird jedoch weniger cremig und das Eis nach dem Einfrieren meist etwas härter.
❌ Die Reifezeit nicht verkürzen
Die Eisbasis sollte mindestens 3 Stunden – idealerweise über Nacht – im Kühlschrank reifen. Während dieser Zeit können Johannisbrotkernmehl, Inulin und die Stärke vollständig quellen und Wasser binden. Erst dadurch entsteht die besonders cremige Konsistenz. Wer diesen Schritt überspringt, riskiert ein deutlich kristalligeres Ergebnis.
❌ Die Zutaten nicht nur kurz verrühren
Johannisbrotkernmehl und Inulin sollten gründlich mit einem Stabmixer eingearbeitet werden. Nur so verbinden sich alle Zutaten zu einer vollkommen glatten Eisbasis. Nach der Reifezeit empfiehlt es sich außerdem, die Masse nochmals kurz aufzumixen, damit sich eventuell abgesetzte Bestandteile wieder optimal verteilen.
❌ Die Eisbasis nicht ungekühlt einfrieren
Die Eisbasis sollte vollständig durchgekühlt sein, bevor sie in die Eismaschine oder ins Tiefkühlfach kommt. Eine gut gekühlte Masse gefriert schneller und bildet deutlich weniger Eiskristalle.
❌ Ohne Eismaschine zu selten umrühren
Wer das Eis ohne Eismaschine zubereitet, sollte die Masse während der ersten 2–3 Stunden etwa alle 30 Minuten gründlich umrühren. Dabei auch die bereits angefrorenen Bereiche am Rand und Boden unterheben. So werden Eiskristalle immer wieder aufgebrochen und das Eis bleibt deutlich cremiger.
❌ Das Eis direkt aus dem Tiefkühler servieren
Selbstgemachtes Eis braucht etwas Zeit, um seine optimale Konsistenz zu erreichen. Die Dessertgläser zunächst etwa 20 Minuten im Kühlschrank temperieren und anschließend – je nach Raumtemperatur – noch etwa 10 bis 15 Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen. Erst dann entfaltet das Eis seine volle Cremigkeit.
❌ Nur auf die Uhr schauen
Die ideale Servierzeit hängt von der Temperatur des Tiefkühlers und der Raumtemperatur ab. Verlasse dich deshalb nicht nur auf die Minutenangabe, sondern mache zusätzlich eine Löffelprobe. Lässt sich ein Löffel ohne großen Widerstand in das Eis drücken, hat es die perfekte Konsistenz.
❌ Den Blätterteig zu früh auflegen
Die ausgekühlten Blätterteigstücke erst unmittelbar vor dem Servieren auf die Schlagcreme legen. So bleiben sie herrlich knusprig und bilden den perfekten Kontrast zum cremigen Eis.